Anreise:

Am Montag, den 12.10, begann unser dreiwöchiges Abenteuer in China. Unsere Gruppe besteht aus 11 Schülern des Walddörfer-Gymnasiums und 5 Schülern des Gymnasium Lerchenfeld. Frau Wulff und Herr Weber begleiten die Hamburger Schülergruppe.

Zunächst war ein Aufenthalt in der Hauptstadt Chinas angesetzt-Peking. Die Stadt hat 22 Millionen Einwohner, also knapp ein Viertel der Menschen in ganz Deutschland! Als wir dort ankamen, waren wir total geplättet, aber nun erstmal zum Anfang der Geschichte.

Morgens am Montag haben wir uns am Hamburger Airport getroffen und unsere Koffer aufgegeben. Danach ging es auch schon los mit einem kurzen Flug nach München. Dort haben wir uns gestärkt und kurze Zeit darauf sind wir schon an Board des großen Airbus A350-900 gestiegen, dem Langstreckenflugzeug der Lufthansa. Über den Wolken haben wir zusammen Filme geguckt und uns auf den Austausch eingestimmt, das war sehr lustig. Nach 12 Stunden ohne viel Schlaf, kamen wir an Dienstag Mittag in Peking an. Der Reiseleiter Gerhard empfing uns ganz lieb und brachte uns ins Hotel. Dort haben wir uns ein wenig ausgeruht.

Am Abend haben wir zusammen traditionell gegessen. In China ist es typisch, gemeinsam an einem runden Tisch zu sitzen und Gerichte zu teilen. Das war sehr toll, denn so konnte man alles probieren und mit den anderen neue Speisen auskosten. Ganz besonders hat uns der Getreide-Tee gefallen, den wir in kleinen Tässchen zusammen genossen haben.

Mittwoch:

Unser erster Tag in Peking begann recht früh. Um 6:45 haben wir uns bereits mit Gerhard auf den Weg zur chinesischen Mauer gemacht. Schon gewusst?—Sie ist knapp 21.196,18 Kilometer lang und diente damals als militärische Schutzanlage gegen Völkerschaften aus dem Norden.

Heutzutage ist sie denkmalgeschützt und für jeden frei zu besichtigen. Unsere Gruppe hat das Gemäuer unsicher gemacht, wir bestiegen jeden Turm und gingen in jede Absenkung hinein. Dabei schossen wir unzählige Fotos von der unglaublichen Aussicht und atmeten die wunderbare Luft ein.

Gegen 12:00 Uhr hatten wir bereits 12.000 Schritte gesammelt, während unsere Mitschüler in Deutschland noch geschlafen haben. Denn in China ist es immer 6 Stunden früher als Zuhause, in Deutschland.

Nach dem anstrengenden, aber schönen Wandertag, genossen wir ein Essen in den Bergen. Langsam haben wir uns daran gewöhnt, mit den Stäbchen einmal alles auszuprobieren.

Am Nachmittag fuhren wir zusammen zum Himmelstempel, welcher damals der Gebetsort für den Kaiser war. Er steht außerdem für eine gute Ernte.

Der beeindruckende Komplex des Tempels verlieh uns alle dazu, ganz viele Fotos zu machen. Außerdem cool war es, dass dort viele chinesische Frauen mit traditionellen Kleidern und Perücken rumliefen, die auch gerne bereit waren, sich mit uns zu fotografieren. Das war richtig toll!

Für das Abendessen waren wir freigestellt, sodass wir die Umgebung des Hotels erkunden konnten und uns ein chinesisches Restaurant aussuchen durften. Wir haben z.B. Hotpot gegessen. Das ist eine typische Art, bei der es eine Suppe in der Mitte gibt, in der man seine Zutaten köcheln lässt. Eine sehr interessante Erfahrung.

Ein erster Tag voller wunderbarer Eindrücke!!

Donnerstag:

Heute hieß es: Gemeinsam in weinrot, ab in die Stadt mit Verbot! AKA: die verbotene Stadt.

Vor dem Austausch haben wir Gruppen-Pullover bedrucken lassen mit all unseren Namen und den Namen unserer Austauschschüler. So fielen wir in den riesigen Menschenmassen gut auf.

Die verbotene Stadt erhielt ihren Namen, da sich damals nur der Kaiser und sein Gefolge dort aufhalten durfte. Die Anlage ist gigantisch.

Interessant war die kleine Tūrschwelle, die vor jeder Halle war. Diese diente zur Abwehr von bösen Geistern.

Auf dem Weg durch die Menschenmassen wurden wir oft gefragt, ob wir Lust hätten ein Foto zu machen. Das fanden wir süß.

Nachdem wir das kaiserliche Flair aufgesaugt haben und Souvenirs gekauft haben, ging es für uns zum Mittagessen. Diesmal hatten wir eine große Auswahl bei einem chinesischen Buffet-Restaurant.

Später fuhren wir mit dem Reisebus am „Vogelnest“ vorbei. Dies ist ein monströses Stadion, welches für Olympia in Beijing 2008 gebaut wurde.

Angekommen im Sommerpalast, durfte jeder den weitläufigen Park selbst erwandern. Der große See im Zentrum zog die meisten Blicke auf sich. Dort genossen wir eine Weile den Ausblick.

Zurück ging es für uns zum ersten Mal mit der U-Bahn. Sogar für eine herkömmliche Metro werden alle Taschen und Ausweise kontrolliert!

Obwohl so viele Menschen in den Waggons waren, die sich teilweise reingedrängt haben, war es total still, alle starrten auf ihr Handy.

Dieser Tag hat uns nicht nur die Augen für die wahnsinnig große Kultur und Vergangenheit Chinas geöffnet, sondern auch für das moderne und fortschrittliche Land.

Schüler des Gymnasiums Lerchenfeld treffen
den Bürgermeister Peter Tschentscher in Shanghai

(von Rolf Weber, Gymnasium Lerchenfeld)

Am frühen Morgen des 16.10.2026 nahmen wir den Schnellzug von Peking nach Shanghai (Abfahrt 07:40). Nach erlebnisreichen Tagen in Peking war eine kleine Pause bei den Schülern sehr willkommen, vor allem um etwas Schlaf während der Bahnfahrt nachzuholen. Gegen Mittag kamen wir in Shanghai an und wurden von Giovanna abgeholt und zur Datong High School gebracht, welche den diesjährigen Austausch organisiert und wo wir in den kommenden Tagen wohnen werden. Nach dem Lunch blieb uns nur wenig Zeit, um uns auf das Highlight des Tages vorzubereiten, unserem Treffen mit dem Hamburger Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher im Shanghai History Museum im Rahmen der vierzigjährigen Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und Shanghai. Worauf wir sehr gespannt waren.

Zu sehen ist das auch öffentlich in Shanghai, auf die Ausstellung „40 Jahre Städteparterschaft Hamburg-Shanghai“ im Shanghai History Museum wurde in allen Metro-Bahnhöfen auf Werbetafeln hingewiesen.

Da der Bürgermeister insgesamt nur zwei Tage in Shanghai verbracht hat, war unser Treffen auf 30 Minuten begrenzt. Wie immer bei solchen Anlässen ist Zeit knapp, so dass es plötzlich hieß, er haben nur 15 Minuten Zeit. Kurzfristig haben wir unser Programm reduziert und so nutzten wir die knappe Zeit mit dem Bürgermeister, um ihm von unseren gemeinsamen Erfahrungen während des Besuchs der Shanghaier Schüler in Hamburg zu berichten, vom Homestay und von den Koch-Erlebnissen, schließlich haben wir ein Buch mit unseren deutschen und chinesischen Lieblingsrezepten erstellt und die Gerichte selbstverständlich vorher am heimischen Herd erprobt. Esther (Gymnasium Lerchenfeld) und Ziyan (Ganquan) berichteten vom Homestay sowie Lena (Gymnasium Walddörfer) und Ruofan (SFLS) über das gemeinsame Kochen. Herr Tschentscher hat anschließend von seinem Besuch und seinen Erfahrungen in Shanghai berichtet und wir haben die Gelegenheit genutzt, um auch ihm ein paar Fragen zu stellen. Er hat die wirtschaftliche Bedeutung der Städtepartnerschaft für Hamburg hervorgehoben und die langjährige Beziehung zu Shanghai betont und natürlich das „China-Tempo“ erwähnt, die Schnelligkeit also, mit der Projekte in Shanghai umgesetzt werden.
Betont wurde dabei, China im positiven Sinne als Herausforderung zu betrachten und das Zusammenarbeit wichtig ist. Vor allem auch im Bildungsbereich und er sich über den Schüleraustausch freut.

Zum Thema Lieblingsrezepte konnten wir dann noch in Erfahrung bringen, dass Herr Tschentscher Franzbrötchen mag, auch wenn diese ungesund sind. Das Franzbrötchen-Rezept in unserem Buch wird er bestimmt ausprobieren.

Aaron hat ihm als Erinnerung unseren „Tour-Pullover“ geschenkt und unser Rezept-Buch mit Fotos des Hamburg-Aufenthalts gab es natürlich als Dreingabe dazu.

Die fünfzehn Minuten vergingen wie im Fluge und es wurden dann doch dreißig Minuten, weil Herr Tschentscher doch Lust hatte, länger mit uns zu sprechen und er bereitwillig noch ein wenig Selfie-Zeit spendierte. Alles in allem ein wunderbares Erlebnis für die deutsch-chinesische Austauschgruppe.

Gruppenbild (alle Schüler, deutsch und chinesische Lehrkräfte, Bürgermeister) (Bild: Senatskanzlei Hamburg)

Zum Thema Lieblingsrezepte konnten wir dann noch in Erfahrung bringen, dass Herr Tschentscher Franzbrötchen mag, auch wenn diese ungesund sind. Das Franzbrötchen-Rezept in unserem Buch wird er bestimmt ausprobieren.

Aaron hat ihm als Erinnerung unseren „Tour-Pullover“ geschenkt und unser Rezept-Buch mit Fotos des Hamburg-Aufenthalts gab es natürlich als Dreingabe dazu.

Die fünfzehn Minuten vergingen wie im Fluge und es wurden dann doch dreißig Minuten, weil Herr Tschentscher doch Lust hatte, länger mit uns zu sprechen und er bereitwillig noch ein wenig Selfie-Zeit spendierte. Alles in allem ein wunderbares Erlebnis für die deutsch-chinesische Austauschgruppe.

Bild 6: Geschenkübergabe durch Aaron und Momme (Bild: Senatskanzlei Hamburg)

Bild: Senatskanzlei Hamburg

Gespräch mit Herrn Dr. Peter Tschentscher (Bild: Senatskanzlei Hamburg)
Auch der Bürgermeister selbst berichtet in seinem Instagram Kanal von dem Treffen mit unserer Austauschgruppe
Das Plakat zur Ausstellung im Shanghai History Museum
Bahnhof Peking (Bild: Rolf Weber)
Zugfahrt Peking - Shanghai (Bild: Rolf Weber)

Wochenende 17.10.26/18.10.26
Homestay in Shanghai
(Bericht eines Gyle-Austauschschülers)

Mein erster Samstag in Shanghai lief anders als geplant, weil mein Austauschschüler Eric zur Universität musste. Stattdessen habe ich den Tag mit seiner Freundin verbracht. Ihr chinesischer Name bedeutet übersetzt „Fire King“. Am Morgen habe ich mit dem kleinen Bruder von Eric gespielt, der noch in den Kindergarten geht. Danach gab es kurz Frühstück, bevor mich der Opa von Eric zur U-Bahn gebracht hat. Er war total nett und hat sich richtig gut um mich gekümmert – er hat für mich gekocht und meine Wäsche gewaschen. Meine Chinesisch-Kenntnisse sind zwar begrenzt, reichen aber trotzdem aus, um mich zu verständigen.

An der U-Bahn hat sie mich dann abgeholt. Wir sind zu einem Restaurant gefahren, das sie sehr mag, und haben Xiaolongbao gegessen, gefüllte Teigtaschen. Direkt danach haben wir das Wukang-Gebäude in der French Concession besucht. Dort war ziemlich viel los, überall waren Menschen unterwegs. Danach ging es zum Longhua-Tempel, einem buddhistischen Tempel. In einer großen Halle haben Besucher chinesische Schriftzeichen mit dem Pinsel geschrieben, traditionell von rechts nach links. Sie sagte mir, dass das eine entspannende Wirkung hat und sie auch oft herkommt, wenn sie Zeit hat. Außerdem gab es große Buddha-Statuen und viele Blumen. Beim Tempel liefen außerdem viele Katzen frei herum, was ich sehr schön fand. Zum Essen sind wir in die Kantine des Tempels gegangen, haben uns in die Schlange gestellt und Suppe mit Fleisch und Gemüse bekommen. Wenn man fertig ist, bringt man sein Geschirr weg und bezahlt über QR-Codes, die überall hängen. Man könnte also theoretisch ohne zu bezahlen gehen, aber dass die Kantine so voll war und trotzdem jeder seine Suppe bekommen hat, zeigt, dass das System gut funktioniert.

Am Nachmittag sind wir nach Lujiazui gefahren, wo die ganzen Wolkenkratzer stehen. Von unten sieht man die komplette Skyline auf einmal, das war echt beeindruckend. Wir waren am Mingzhu-Ring, einer bekannten Kreuzung, wo man oben im Kreis herumlaufen und auf die Straßen runterschauen kann. Weil man direkt unter den riesigen Hochhäusern steht, muss man den Kopf in den Nacken legen, um sie ganz zu sehen. Später kamen auch ein paar Austauschtandems dazu, jetzt war auch Eric dabei. Wir haben erst in einem Restaurant gegessen und sind dann zum Bund gegangen, wo wir viele Fotos gemacht haben. Später sind wir noch durch eine große Einkaufsmeile gelaufen. Ich habe ein Bananeneis gegessen. Außerdem habe ich von Fire King ein schönes Armband geschenkt bekommen. Danach sind Eric und ich noch zu McDonald’s gegangen. Er hat mir noch gesagt, dass wir ungefähr 8000 Schritte gegangen sind. Nach einer Stunde U-Bahn-Fahrt waren wir zu Hause, und ich bin sofort eingeschlafen.

Der erste Schultag an der Partnerschule
Ein Bericht von Lea, S1

Heute, Montag, 19.10.2026, wurden wir alle von unseren Gastfamilien an ihre jeweiligen Schulen gebracht. Für mich ging es an die Ganquan-Fremdsprachenschule (unsere Partnerschule in Shanghai), wo wir den Tag mit einer Stunde Chinesischunterricht, zusammen mit den internationalen Schülern der Schule begonnen haben, dabei wurde spielerisch in gemischten Gruppen unser Sprachverständnis auf die Probe gestellt.

Danach gab es Fechtunterricht und dort haben wir die Grundschritte des Sports zusammen mit chinesischen Schülern kennengelernt.

Nach dem Sport gingen wir, zusammen mit einer italienischen Schüler-Austauschgruppe, in einen lokalen Nachbarschaftstreff, um die traditionelle Seite der chinesischen Kultur besser kennenzulernen. Durch eine Musikvorführung wurden uns die traditionellen Instrumente erstmal vorgestellt, sowie unterschiedliche Klänge und Melodien aus den verschiedenen Regionen des Landes. Anschließend konnten wir uns die Instrumente näher anschauen, dabei wurde uns von den Musikern beigebracht, wie man mit den Instrumenten umgeht und wie man sie spielt.

In der folgenden Kalligraphie-Stunde haben wir Schriftzeichen gelernt, unter der Anleitung eines Kalligraphiemeisters. Wir konnten die Schriftzeichen für China, Deutschland und Italien mit Tusche auf Reispapier und dann auf Fächern schreiben. Das hat uns viel Spass gemacht.

Nach dem Nachbarschaftszentrum gingen wir zurück zur Schule und aßen Mittagessen, danach konnten wir gemeinsame Zeit mit unseren Austauschpartnern verbringen, die uns ihre Lieblingsorte an der Schule gezeigt haben. Besonders beeindruckend fanden wir die Bibliothek und die AG-Räume, wobei uns das eigene Filmstudio der Schule, welches für ihre eigene Nachrichtensendung, sowie für Filmprojekte der Schüler genutzt wird. Danach lernten wir in der Schulmensa, wie man traditionelle Wan Tan macht und im Sportunterricht unserer Austauschpartner konnten wir weitere Sportarten wie Baseball und Badminton auf dem Sportfeld ausprobieren.

Nach dem Schultag fuhren wir alle zur Datong und trafen uns als Hamburger-Austauschgruppe wieder, wo der Tag, nach dem Einzug in unsere Zimmer, mit einer Willkommens-Feier und gemeinsamen Abendessen, Geschenkeaustausch und Karaoke, endete.