Mitreden, Mitgestalten, Verändern

Der Job eines Schülersprechers geht weit über die Teilnahme an offiziell

Veranstaltungen hinaus, und er ist mehr, als bloß eine Meinung zu äußern. Die

eigentliche Aufgabe ist es, sich für die Interessen und Wünsche der

Mitschülerinnen und Mitschüler einzusetzen und dafür zu sorgen, dass

Veränderungen angestoßen werden. Zum Beispiel hat das alte Team

„Lerchenstimmen“ den Schülerrat geleitet und hat im letzten Jahr

das Gymnasium Lerchenfeld im Kreisschülerrat vertreten. Dort hat

“Lerchenstimmen“ sich mit Schülersprechern aus anderen Schulen besprochen,

Probleme angesprochen und weitere Vorschläge für ihre eigene Schule

gesammelt.

Aber was hat das Schülersprecher Team eigentlich gemacht? Ein Beispiel ist die

Schulbibliothek. Viele Schülerinnen und Schüler wünschten sich, dass die

Bibliothek häufiger geöffnet ist. Daraus ist dann die Idee entstanden, et

daran zu verändern, jedoch konnten die Schülersprecher das nicht einfach selbst

entscheiden. Die Idee wurde zunächst an den Verbindungslehrern

weitergegeben. Diese haben dann die Idee der Schulleitung vorgestellt, und

danach kam die Idee zu den zuständigen schulischen Gremien. Und das kann

man jetzt im Schulalltag sehen: die Bibliothek ist nicht mehr nur mittwochs in der

sechsten und siebten Stunde geöffnet, sondern auch jeden Tag in der zweite

Pause.

Das ist nur ein Beispiel, denn „Lerchenstimmen“ hat auch den Sommerball

organisiert und sich dafür eingesetzt, dass in der Schule kostenlose

Menstruationsprodukte verfügbar sind. Leider konnten die Schülersprecher das

Letztere aus finanziellen Gründen nicht umsetzen. Das zeigt, dass nicht jede Ide

sofort funktioniert. Einige Ideen brauchen einfach Zeit, bis sie verwirklicht werden

können. Andere Projekte können aus Gründen, die außerhalb der Macht der

Schülersprecher liegen, scheitern.

Was würden die ehemaligen Schülersprecher dem neuen Team also mitgeben?

Vor allem: Bleibt dran. Wenn man etwas verändern möchte, braucht man nicht

nur gute Ideen, sondern auch Geduld und Motivation. Ein Vorschlag braucht

manchmal seine Zeit, bis er bei den richtigen Leuten ankommt. Manchmal muss

man einfach auch mal nachhaken. Es lohnt sich jedoch sehr, aktiv zu werden,

eigene Ideen einzubringen und die Interessen der Schülerschaft zu vertreten.

Ein Beitrag von Hanna, 9a

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